Firmfrage
Erfahrungsbericht
Pro-Argumente
Firmung allgemein

Firmfrage

Im Hinblick auf den noch zu bildenden Pastoralraum stellt sich für die Pfarrei Inwil die Frage, wie sie zukünftig das Firmalter festlegt. Die beiden Pfarreien Ballwil (seit 1995) und Eschenbach (seit diesem Schuljahr) haben sich entschieden das Firmalter auf über 17 Jahre und damit ausserhalb der obligatorischen Schulzeit zu setzen.
Eine Situation, welche uns nicht zuletzt deshalb betrifft, weil die Kinder der drei Pfarreien miteinander die Oberstufe in Eschenbach besuchen. Bei einer gemeinsamen Lösung betreffend Firmalter der drei Pfarreien wäre es denkbar die zusätzlichen Chancen eines nachschulischen Firmweges im Unterricht den Abschlussklassen aufzuzeigen.

So bietet ein Firmkurs mit Firmalter über 17 Jahre die Möglichkeit, dass der Übergang vom Kinder- zum Erwachsenenglauben begleitet wird und mit Gleichaltrigen diskutiert werden kann. Solch ein Firmkurs bietet zudem die Gelegenheit für die Jugendlichen ehemalige KollegInnen wieder zu treffen. Nicht zu unterschätzen ist auch die Vielseitigkeit, welche ein Firmkurs mit Jugendlichen möglich macht. Die verschiedenen Anlässe und Treffen im Rahmen eines Firmweges bieten so Gelegenheit Kirche offen und gemeinsam zu erleben. Zu gewichten ist auch die Bedeutung des Ernstnehmens der Entscheidung eines jungen Menschen. Bietet doch der Firmkurs die Möglichkeit, dass sich die Jugendlichen in ihrer bewussten Entscheidung ernst genommen sehen und sich auch in Zukunft kirchlich engagieren können. Selbstverständlich ist mit dieser positiven Sichtweise noch nicht alles gesagt. Schliesslich wirft eine solche Änderung auch Fragen auf, wie zum Beispiel jene: „Wie viele Jugendliche lassen sich mit 17 Jahren noch firmen, wenn es freiwillig ist?" oder „Erreichen wir die Jugendlichen nach der Schule noch und was, wenn sie weg sind?" Solche Bedenken möchte ich als Pfarreileiter nicht verharmlosend übergehen.

Zu diesen Fragen finden Sie auf folgenden Seiten alle Berichte, die in den bisherigen Pfarreiblättern erschienen sind, zusammengefasst vor.
Wir bitten Sie diese zur Ihrer Meinungsbildung hinzuzuziehen und würden uns freuen, wenn Sie die dem Pfarrblatt beigeheftete Fakultativumfrage ausgefüllt bis am 1. November in die aufgestellte Stimmurne in der Kirche oder in den Pfarreibriefkasten werfen würden.

Herzlichen Dank
Roland Bucher